Die Frage nach der „besten“ Lernmethode lässt sich nicht pauschal beantworten. Didaktisch sinnvoll ist eine kombinierte, evidenzbasierte Vorgehensweise, die sich an Lernzielen, Stoffarten und Vorkenntnissen orientiert. Die Erkenntnisse der Lernforschung sind diesbezüglich recht klar.
Du sitzt da, der Kopf soll voll Wissen werden –
aber drin ist nur Bahnhof mit Durchsage auf Japanisch. 🚆
Der Stoff stapelt sich, alles klingt wichtig,
aber dein Gehirn sagt: „404 – Verständnis nicht gefunden.“
Du bist überfordert, blickst null durch
und lernst… ja was eigentlich?
Markieren? Lesen? Nochmal lesen?
Am Ende kennst du jede Farbe im Textmarker –
aber nicht den Inhalt.
Kurz gesagt:
Du willst lernen,
aber dein Kopf weiß nicht wie –
und dein Lernplan besteht aus Hoffnung und Kaffee.! Ab jetzt nicht mehr, versuche diese Methoden und du wirst sehen lernen kann auch Spaß machen ohne Druck und Angst. Dein Zeitmanagement was das lernen betrifft wird effektiver setze dir Lernzeiten und schalte alles aus Handy, Radio, Fernseher, fokussiere dich nur auf deine Aufgaben und Lernplan, setze dir Ziele z.B. in einer Stunde Mathematik möchte ich diese Formel verstehen, und anwenden können. Mache immer wieder Übungsaufgaben und der Erfolg ist sichtbar. Viel Erfolg beim lernen !!!
1. Aktives Abrufen (Retrieval Practice)
Retrieval Practice bedeutet, dass du Wissen aktiv aus deinem Gedächtnis abrufst, statt es nur erneut zu lesen. Dieses aktive Erinnern stärkt dein Gedächtnis deutlich besser als passives Wiederholen.
Warum es so effektiv ist
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Du trainierst dein Gehirn, Informationen wirklich abzurufen, nicht nur wiederzuerkennen.
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Du erkennst sofort, was du schon kannst und wo noch Lücken sind.
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Du behältst Inhalte länger und stabiler.
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Du lernst selbstbewusster, weil du merkst, dass du Dinge wirklich abrufen kannst
Beispiele für Retrieval Practice
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Ohne Unterlagen alles aufschreiben, was du über ein Thema weißt.
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Karteikarten nutzen (erst denken, dann umdrehen).
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Übungsfragen oder Tests machen.
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Ein Thema laut erklären, als würdest du es jemandem beibringen.
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Eine kurze Gedächtnis-Abfrage am Anfang oder Ende einer Lerneinheit.
1. Frage
Was ist der Unterschied zwischen Photosynthese und Zellatmung?
2. Frage
Nenne drei Gründe, warum Retrieval Practice das Lernen verbessert.
3. Frage
Erkläre in 1–2 Sätzen, was beim Lernen im Gehirn passiert, wenn du Informationen aktiv abrufst.
2. Verteiltes Lernen (Spaced Learning)
Spaced Learning bedeutet, dass du Lerninhalte in zeitlichen Abständen wiederholst, statt alles auf einmal zu pauken. Dein Gehirn bekommt dadurch mehrere Chancen, Informationen zu festigen – genau in dem Moment, in dem du sie fast vergessen würdest.
Warum es so gut funktioniert
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Vergessenskurve wird ausgetrickst: Du wiederholst, bevor das Wissen komplett weg ist.
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Stärkere neuronale Verbindungen: Jede Wiederholung baut die Erinnerung stabiler auf.
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Weniger Stress, mehr Effekt: Kürzere, verteilte Sessions sind effizienter als stundenlanges Durchpauken.
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Perfekte Ergänzung zu Retrieval Practice: Du rufst Wissen ab und wiederholst es im optimalen Rhythmus.
Wie sieht Spaced Learning in der Praxis aus?
Ein typischer Wiederholungsrhythmus könnte so aussehen:
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1. Wiederholung: nach 1 Tag
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2. Wiederholung: nach 3 Tagen
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3. Wiederholung: nach 1 Woche
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4. Wiederholung: nach 1 Monat
Das ist kein starres Gesetz – aber ein sehr guter Startpunkt.
Beispiele, wie du Spaced Learning nutzen kannst
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Karteikarten (z. B. mit Leitner-System)
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Apps wie Anki oder Quizlet
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Wiederholungspläne im Kalender
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Kurze, regelmäßige Selbsttests
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Mini‑Lerneinheiten statt Marathon-Sessions.